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Bergmann Brauerei

Die Geschichte der Bergmann Brauerei bewegt: im 18. Jahrhundert gegründet, eine der Biermarken in Dortmund, in den 70ern geschlossen, Anfang 2000 wieder auferstanden und nun eine beliebte und wachsende Brauerei mit tollen Dortmunder Bieren. Alles in allem eine echte Ruhrgebietsgeschichte.  

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Bergmann Bier: Eine Traditionsmarke mit Umwegen

 

Bergmann beim FDDB 2019

Die Geschichte der Bergmann Brauerei bewegt: im 18. Jahrhundert gegründet, eine der Biermarken in Dortmund, in den 70ern geschlossen, Anfang 2000 wieder auferstanden und nun eine beliebte und wachsende Brauerei mit tollen Dortmunder Bieren. Alles in allem eine echte Ruhrgebietsgeschichte.

Die Biermarke Bergmann ist seit jeher unzertrennlich mit der Stadt Dortmund und dem Bier Dortmunds verbunden, war dort als Traditionsbrauerei lange tätig und hat die Bierkultur im Ruhrgebiet bedeutend geprägt. Nach der Schließung 1972 drohte die Marke, in Vergessenheit zu geraten und bleib nur noch als Erinnerung an vergessene Tage, als der Pott von unzähligen, kleinen Brauereien gesäumt war und jedes Bier eine eigene Geschichte zu erzählen hatte. In der Zwischenzeit hatten die meisten Brauerei geschlossen und der Markt wurde von großen Firmen dominiert, die nichts von der ursprünglichen Kultur übrig ließen, die an Kameradschaft und das alte Arbeiterleben im Ruhrgebiet erinnerten.

Der Dortmunder Mikrobiologe Thomas Raphael erweckte die Marke 2005 schließlich erneut zum Leben und schenkte der alten Traditionsmarke so einen Neuanfang, der bis heute währt.

 

 

Die Geschichte der Brauerei: Von der Entstehung bis zur Schließung

Die Brauerei Bergmann wurde 1796 von Wilhelm Dietrich Johann Bergmann in Dortmund gegründet und etablierte sich als Dortmunder Standardbier. In den Sechzigerjahren des letzten Jahrhundert florierte die Brauerei in Dortmund; so produzierten 109 Mitarbeiter 96.000 Hektoliter Bier pro Jahr. Die ganze Stadt war zu diesem Zeitpunkt wie kaum eine andere Stadt vom Bier geprägt: In der Zeit wurden Millionen von Hektolitern Bier jedes Jahr produziert und Dortmund sicherte sich den ersten Platz im europäischen Vergleich in der Brauerei von Bier. Damals prägten die Brauereien, und so auch die Brauerei Bergmann, das gesamte Stadtbild: Es roch nach Bier und die Stadt baute ihre ganze Kultur auch auf dem gemeinsamen Feierabendbier unter Arbeitern der Kohle – und Stahlindustrie auf. 

Doch mit dem Zerfall und Untergang der Arbeiterkultur des Ruhrpotts, der mit dem langsamen Rückgang des Kohleabbaus und der Abwanderung von Arbeitsplätzen einherging, verblasste auch die Dortmunder Bierkultur. Immer mehr Brauereien mussten schließen oder wurden von großen, landesweiten Brauerei geschluckt. So erging es auch der dem Bergmann Bier: Erst kaufte die Dortmunder Ritter Brauerei die Bergmann Marke 1971 auf, dann wurde die Brauerei 1972 als eigenständige Brauerei Dortmund gesc

hlossen. Heute erinnert an die ehemalige Traditionsmarke am Standort Rahmer Straße nur noch ein Supermarkt mit Fotos.

 

Ein Neuanfang: Das Wiederaufleben einer Tradition

Viele Stadtkinder erinnerten sich allerdings noch gut an die großen Jahre der Bierstadt Dortmund, an den Geruch, der damals in der Stadt lag und an die gesamte Atmosphäre. Einer von diesen Kindern, Thomas Raphael, erweckte dank eines Zufalls 2005 die ehemalige Biermarke wieder zum Leben. Vom Flohmarkt besaß er noch einen alten Bergmann-Krug und schaute spaßeshalber nach, ob die Marke nach wie vor geschützt war. Zufälligerweise war sie dies nicht und Raphael entschied sich kurzerhand, die Rechte zu kaufen und schließlich auch, wieder Bier zu brauen

2007 gründet er sogar eine GmbH und schrieb immer größere Absatzzahlen, 2010 wird das Bier schließlich auch wieder in Dortmund gebraut. Mittlerweile bedient die Brauerei größtenteils lokale Händler und ist in über 80 Läden vertreten, betreibt seine eigene handwerkliche Bierbrauerei und bezahlt 11 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen sowie 52 Aushilfskräfte. 

 

Ein neuer Standort muss her

Neben der aufregenden Geschichte des Bergmann Biers in der Brauerei Dortmund gab es auch mehrere Standortwechsel, die die Brauerei hinter sich brachte.

Der Anfang war natürlich bis 1972 in der Rahmer Straße 262, wo die alte Brauerei ursprünglich stand. Zunächst wurde das neue Bier mit gerade einmal 6000 Litern in Hagen-Dahl bei der Vormann Brauerei gebraut, die Raphael noch aus Jugendtagen kannte.

2008 folgte schließlich der Umzug in eine alte Gießerei in den Dortmunder Hafen, wo ab 2010 dann auch das Bier gebraut wurde. Mit zahlreichen helfenden Händen konnte das Projekt umgesetzt werden und der bis heute genutzte Slogan “Harte Arbeit-Ehrlicher Lohn”, nämlich ein Bier nach getaner Arbeit, setzte sich in der Brauerei immer mehr durch. Doch auch die Gießerei hatte ihre Nachteile: Es gab weder Besucherparkplätze, noch konnten Besucher überhaupt verköstigt werden, da für die Location keine Schankerlaubnis vorlag. 

So spielten Raphael und seine Mitstreiter immer mehr mit dem Gedanken einer Verkaufsfläche, die sich 2013 in Form des traditionsreichen, aber leerstehenden Kiosks Am Hohen Wall 36 auch verwirklichte. Heute gilt das Kiosk als absoluter Kultort und ist eine Erfolgsgeschichte für sich selbst. 2013 kam schließlich auch die Idee, eine eigene Brauerei mit Verkaufsfläche und integrierten Büroräumen aufzubauen. Durch die Gründung einer Immobilien GmbH & Co.KG wurde ein leerstehendes Grundstück auf Phoenix-West gekauft und mithilfe von Investoren wurde das Gebäude schließlich errichtet. 

Seit 2017 steht auf Phoenix-West mit Blick auf den Hochofen Phoenix nun eine Kleinbrauerei mit eigener Stehbierhalle, Verkaufsraum und Büroräumen. Hier scheint die Bergmann Brauerei vollends angekommen zu sein, zu Hause in Tradition und Arbeiterkultur. 

 

Thomas Raphael – Vom Traum zur Wirklichkeit

Die heutige Bergmannmarke ist natürlich eng verwoben mit der Person Raphael und wäre ohne ihn und seinen ewigen Tatendrang niemals möglich gewesen. Was zu Anfang noch eine kleine Spinnerei des studierten Mikrobiologen war und nichts weiter als eine Träumerei von längst vergessenen Zeiten ist heute ein beständiges und wichtiges Kleinunternehmen der Dortmunder Braulandschaft. 

Doch was treibt diesen Träumer und auch Macher an? Am wichtigsten ist und bleibt ihm die Tradition der alten Dortmunder Brauereien, das alte Bier Dortmunds und die ehrliche Lebensart der Arbeiter des Ruhrpotts. Als Kind musste er den Untergang nicht nur des regionalen Bieres, sondern der ganzen Pott-Kultur mitansehen, bedauerte leerstehende Traditionsorte und schwelgte oft in Erinnerungen. Diese Zeit prägte ihn und brachte Raphael dazu, an diese alten Rituale anzuknüpfen. 

Diese Denkweise half ihm enorm dabei, Mitstreiter und ehrenamtliche Helfer zu finden, die am Ende des Tages lediglich ein gemeinsames Bier trinken wollten.

Auch heute ist genau diese Art der Arbeit, der Kameradschaft noch ein essenzieller Teil von Raphaels Arbeit: Ewig zahlte er sich selber keinen Lohn aus, im Kiosk Am Hohen Wall beschäftigte er teilweise seine Kinder und er hegt bis heute Bewunderung für die Dortmunder Arbeiterbewegung. 

 

Die heutigen Ausschankorte

Neben dem Verkauf bei lokalen Händlern und bei REWE Dortmund als prominentesten Vertreiber, hat die Bergmann Brauerei auch vier eigene Ausschankorte, wo du die verschiedenen Sorten von Bier Dortmund probieren kannst. Neben den bereits erwähnten Standorten Kiosk am Hohen Wall und der Stehbierhalle in der Brauerei auf Phoenix-West, Verkauft die Brauerei auch am Phönix-See und am Hafenausschank aus. Der Hafenausschank liegt mitten im alten Industriebezirk und Teil eines Neuaufbaus des Dortmunder Hafen. Der Ausschank am Phoenix-See ist der zuletzt dazugestoßene Standort und rundet das Dortmunder Angebot ab. 

 

Die Bergmann Brauerei: Eine turbulente Geschichte

Von der alten Traditionsmarke zum Niedergang, von einer kleinen Spinnerei zur erfolgreichen Kleinbrauerei: Die Marke hat eine lange Geschichte hinter sich. Dabei verbindet sie alles, wofür Dortmund steht: Tradition, ehrliches Bier, Arbeitermentalität und Zusammenhalt.

Der Gründer Thomas Raphael hat es geschafft, wovon viele nur träumen können: Schmackhaftes Bier zu brauen, seine Leute geschlossen hinter sich zu versammeln und den Geist der Vergangenheit wieder zu erwecken. Darauf erstmal ein Bergmann. 

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