Lager

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26. Juli 2021
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Lager oder auch Lagerbier ist neben dem Pils und dem Weißbier einer der beliebtesten Bierstile in Deutschland. Doch was ist das Lager überhaupt? Was ist charakteristisch für den Bierstil und was haben Export, Helles, Märzen und Pilsner damit zu tun?

Charakteristika

Eines der Hauptcharakteristika des Lagerbieres ist nach wie vor die untergärige Brauweise. Optisch betrachtet zeichnet sich das Lager meist durch eine helle, goldgelbe Färbung auswährend geschmacklich ein vollmundiges Aroma gepaart mit einer leichten Süße zu den Eigenschaften dieser Biersorte zählt. Der Alkoholgehalt liegt zumeist zwischen 4,5 und 5,5 Prozent und der Stammwürze-Gehalt zwischen 10 und 12. Der IBU hat eine breite Range von rund 5 – 25 IBU.

Ursprung des Bierstils

Grundsätzlich kann man die Ursprünge des Bierstils bereits Ende des 14. Jahrhunderts finden, als die Brauer vermehrt auf den untergärigen Bierstil umstiegen, um eine längere Lagerzeit und damit geringere Mengen verdorbenen Bieres zu sichern. Zu dem ausdifferenzierten Bierstil von heute wurde das Lager jedoch erst im Jahre 1841 durch Anton Dreher, der den Bierstil in Schwechat (Österreich) erfand. Der Name dieses Bieres ist dem Umstand geschuldet, dass die untergärige Brauweise lediglich in den kalten Monaten durchgeführt werden konnte. Dies lag daran, dass die untergärige Hefe kühle Temperaturen benötigt, die Temperaturen in den Gärkellern jedoch ab dem Frühling zu sehr anstiegen. Somit war das Brauen nur noch im Herbst und Winter möglich und man lagerte große Mengen des Bieres in Holzfässern, um der großen Nachfrage auch in den Sommermonaten nachkommen zu können. Dies hat den Namen des Bierstiles geprägt. Eines der bekanntesten Lagerbiere ist das Märzen, auch Oktoberfestbier genannt.

Das klassische Lagerbier wurde zunächst mit Münchner Malz gebraut und hat eine leicht dunklere Farbe. Das Lager, welches auf den Wiener Brauherrn Anton Dreher zurückzuführen ist, ist hingegen mit Wiener Malz gebraut und somit heller.

Pils, Helles, Export & Märzen

Basierend auf dem “Lager” schuf man 1842 in Pilsen das beliebte “Pils/Pilsner“. Somit ist das Pils eine Form des Lagerbiers. Und auch das Export ist eine Form des Lagers. Der charakteristische Unterschied von Export und Pilsner liegt vor allem in der geringeren Hopfung des Pils. Ursächlich hierfür ist die Nutzung des Bieres – je stärker die Hopfung desto haltbarer ist das Bier. Das typische Lager wurde nicht wie beispielsweise das Export verschifft, sondern nur für die Sommermonate gelagert. Somit war eine geringere Hopfung ausreichend.
Das Märzen oder Oktoberfestbier ist ein weiches, malziges Lagerbier. Es unterscheidet sich von Pils, Export und Hellem vor allem durch einen höheren Alkoholgehalt.

In deutschen Regionen gibt es ebenfalls grobe Einteilungen und Favoriten: So ist das Pils im Norden beliebter, während man im Süden vermehrt ein Helles oder Märzen trinkt.

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