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Porter

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12. Juli 2021
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Charakteristisch für das untergärig gebraute Porter sind seine dunkle, meist tiefschwarze Färbung und sein malziger Geschmack. Es wird stark gehopft und ist dadurch sehr herb im Geschmack. In der Vergangenheit schmeckte es zusätzlich leicht säuerlich. Dies ist durch die Lagerung in Holzfässern zu erklären, da es sich dort leicht mit dem Brettanomyces infizierte.

Ursprünglich wurde dieses Starkbier während der Arbeiterbewegung des 18. Jahrhunderts in Großbritannien gebraut, da die rasante Weiterentwicklung der Technik mehr Einsatz der Arbeitskräfte der Schwerindustrie forderte. Diese bekamen dann das dunkle Bier, um ihnen die nötigen Nährstoffe zuzuführen. Daher stammt auch der Name des Bieres, denn die “porter” waren die Londoner Hafenarbeiter. Diese be- und entluden tagtäglich riesige Schiffe. Über die zusätzlichen Kalorien und die angeheiterte Stimmung beklagte sich dementsprechend niemand. Oft wurde es deswegen auch als das “Wasser der Arbeiterklasse” bezeichnet. Das Porter hielt die Industrialisierung am Laufen. Immer mehr Brauereien, immer mehr Arbeiter, immer mehr Arbeit – alles möglichst schnell und effizient. So entwickelte es sich zum ersten Industriebier der Welt.

Heutzutage erfreut sich dieser eigentlich bereits vom Markt verschwundene Stil vor allem in der Craft Beer Szene großer Beliebtheit. Dies führte zu einem starken Wachstum der geschmacklichen Vielfalt mit teils großen Unterschieden.

Charakeristika

Das Porter liegt zwischen 25 und 40 IBU und einem Stammwürze-Gehalt von rund 16 und 19 Grad Plato, wobei dieser durchaus auch mal höher liegen kann. Im Antrunk ist es meist malzig, süßlich und karamellartig, wobei im Nachtrunk oftmals ein trockener, ausgeprägter Röstgeschmack durchschlägt. Dies liegt an dem hohen Einsatz von Malz. So sind oftmals Röstmalze im Einsatz, welche bei 200-230 °C hergestellt werden. Der Alkoholgehalt liegt zwischen 4 und 6 Prozent. Die Schaumkrone des Porters ist hell-braun, feinporig und cremig.

Es gibt einige Ausprägungen, die besonders in der Craft Bier Szene große Aufmerksamkeit bekommen. So beispielsweise das Coffee Porter mit Kaffee-Aromen und Kaffee als Zusatz. Beliebt ist auch das Chocolate Porter, bei dem zusätzlich Schokolade dem Bier hinzugefügt wird. Und auch Milk Porter, bei denen Milchsäurebakterien zum Einsatz kommen, erfreuen sich großer Beliebtheit. Durch den Einsatz von dunklem Malz, Karamellmalz, Sauermalz sowie den unterschiedlichen Röstungen von diesen können zahlreiche Feinabstimmungen den Geschmack prägen. Und so spielen bei dem Smoked Porter vor allem die markanten Rauchnoten – die einem Rauchbier ähneln und an geräuchertes Fleisch erinnern – eine wichtige Rolle.

Englisch oder baltisch?

International kann man zudem noch einen Unterschied zwischen dem englischen und dem baltischen Porter erkennen. Dies liegt unter anderem daran, dass die einzelnen Biersorten international nicht genormt sind. Unter einem englischen Porter versteht man ein obergäriges Bier mit einem Alkoholgehalt von 4 bis 6 Prozent. Das baltische Porter, welches besonders in den osteuropäischen und baltischen Ländern vorkommt, ist wesentlich stärker und hat einen Alkoholanteil von bis zu 9 Prozent und wird vor allem untergärig gebraut.

Unterschied zwischen Porter und Stout

Rein optisch lässt sich zwischen diesen beiden Stilen nur äußerst selten ein Unterschied festmachen. Fakt ist jedoch, dass das Porter der Ursprung des Stouts ist, welches sich im Laufe der Zeit entwickelte. Ein Stout ist ausschließlich in einer schwarzen Färbung zu finden, während das Porter zwar immer sehr dunkel, aber dennoch in verschiedenen Helligkeitsstufen auffindbar ist. Ein weiterer markanter Unterschied liegt in der Hopfenbittere und dem Alkoholgehalt.

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