Moritz Fiege: Gründer

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Privatbrauerei Moritz Fiege

Werden in den einschlägigen Suchmaschinen des Internets die Begriffe “Bier in Bochum” oder “Brauerei Bochum” eingegeben, führt dies im Resultat schnell zur Privatbrauerei Moritz Fiege. Das Unternehmen ist eng mit der Stadt, ihrer Kultur sowie ihrem namhaften Fußballverein verbunden.

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Privatbrauerei Moritz Fiege

Werden in den einschlägigen Suchmaschinen des Internets die Begriffe “Bier in Bochum” oder “Brauerei Bochum” eingegeben, führt dies im Resultat schnell zur Privatbrauerei Moritz Fiege. Das Unternehmen ist eng mit der Stadt, ihrer Kultur sowie ihrem namhaften Fußballverein verbunden. Doch beginnen wir von vorn.

 

Gründungsdatum und Gründer

Bereits im Jahre 1736 begann die Geschichte der Privatbrauerei Moritz Fiege. Im Zentrum der Stadt Bochum betrieb die Familie zu dieser Zeit eine Schankwirtschaft. In der Folgezeit wurde diese um eine Hausbrauerei erweitert, die ausschließlich das Gasthaus belieferte. 1876 wurden Moritz Fiege die Braurechte der Stadt Bochum verliehen, die er an seinen Sohn Johann Fiege übertrug. Im Jahre 1878 nahm Johann Fiege den Braubetrieb in der Scharnhorststraße in Bochum auf. Dies war die Geburtsstunde der Privatbrauerei. Der Firmensitz befindet sich bis heute dort. Ein Teil der Scharnhorststraße wurde in Moritz-Fiege-Straße umbenannt. Die Adresse der Brauerei lautet damit Bochum, Moritz-Fiege-Straße 1.

 

Entwicklung der Brauerei hinweg über beide Weltkriege bis heute

Die Entwicklung der Brauerei seit ihrer Gründung fand in einer wechselvollen Geschichte statt. Über die Jahrzehnte erfolgte der stetige Ausbau des Firmensitzes. Die Herstellung immer neuer Biersorten erweiterte das Sortiment kontinuierlich. Eine urkundliche Erwähnung aus dem Jahre 1736 besagt, dass ein Moritz Fiege in Bochum, Beckstraße 328 eine Branntwein- und Fuselbrennerei betrieb.

Zeitgenössische Quellen wissen davon zu berichten, dass die Umsätze des Betriebes recht gut gewesen seien. Beleg dafür ist der Bericht Dietrich von Steinens. Er beschrieb 1741 die Trinklust der Westfalen mit den Worten “sie seien dumme Oxen (Ochsen), saufen wie die Beester (Biester)” recht deutlich.

Nach Stilllegung der Hausbrauerei in der Beckstraße im Jahre 1858 gründete Johann Fiege 1878 den Braubetrieb in der Scharnhorststraße. 1908 erfolgte der Eintrag des Betriebes in das Handelsregister beim königlichen Amtsgericht Bochum.

Der Ausbruch des Ersten Weltkrieges 1914 führte für die Brauerei zu einem herben Rückschlag. Nach Kriegsende wurde die alte Brauerei jedoch wieder aufgebaut und modernisiert. Die Beleuchtung in den Kellern wurde elektrifiziert. Für die Lagerung des Bieres kamen nun Eisen- und Aluminiumtanks zum Einsatz. Die alten Eichenfässer hatten ausgedient. 1928 füllte man erstmals Glasflaschen mit Bügel ab.

Auch der Zweite Weltkrieg hinterließ deutliche Spuren. Bei der Bombardierung Bochums im Jahre 1944 brannte die Brauerei völlig aus.

Erst im Jahre 1947 waren die Kriegsschäden so weit beseitigt, dass die Aufnahme des Braubetriebes wieder möglich war. Der Erfolg am Markt machte im Jahre 1953 den Bau eines neuen Gärkeller-Hochhauses notwendig. In den Jahren 1963 und 1964 folgten ein neuer Lagerkeller und eine neue Flaschenabfüllung. Das neue Sudhaus nahm 1970 den Betrieb auf. Anlässlich des hundertjährigen Firmenjubiläums im Jahre 1978 wurde die Stiftung des ökumenischen Altenzentrums Kaiserhaus in Bochum ins Leben gerufen.

In den Jahren 1991 bis 2000 führten umfangreiche Investitionen zur Modernisierung der Brauerei. So entstanden ein neuer Lager- und Gärkeller sowie eine neue Lagerhalle für Flaschen- und Fassbier.

Im sozialen Engagement der Privatbrauerei Moritz Fiege drückt sich die Verbundenheit des Unternehmens mit der Stadt Bochum aus. So fand 1996 das erste Hoffest der Brauerei und 1999 das Fiege Kino Open Air statt. Das 125-jährige Firmenjubiläum im Jahre 2003 war Anlass, für die Initiative Villa Marckhoff, die die Restaurierung des Altbaus Kunstmuseum Bochum zum Ziel hatte.

Das Biersortiment wurde über die Jahre ständig erweitert. Die folgende Chronologie ausgewählter Beispiele belegt dies. Alle Biere tragen neben der Bezeichnung der Biersorte den Namen Moritz Fieges.

1926 – Herstellen eines neuen Pils
1949 – Erstmals nach dem Zweiten Weltkrieg und nach Wegfall der Beschränkungen der Alliieren, brauen von Bier in alter Friedensqualität
1990 – Einführen eines Leichtbieres
1992 – Umbenennen des bisherigen Exportbieres in “Gründer Hell”
1993 – Erstes alkoholfreies Bier
1995 – Erstes Schwarzbier “Bläck Mäx”
1997 – Herstellen eines “Bierbrandes”
2000 – Einführen eines Radlers
2001 – Herstellen eines Mixgetränks aus Schwarzbier und Cola
2006 – Brauen von Weizen- und Altbier
2008 – Das “Gründer” löst das “Gründer Hell” ab
2012 – Entstehen der Biersorten “Bernstein” und “Charakter”
2013 – Herstellen eines alkoholfreien Radlers.

Um die Liste zu vervollständigen, seien auch das “Zwickel” und das “Helle” (Verkaufsstart: April 2015) erwähnt.

 

Brauerei in Familienhand

Tradition und nachhaltige Übernahme von Verantwortung für den Standort und die Menschen kommen in der Kontinuität der Führung der Privatbrauerei zum Ausdruck. Seit ihrer Gründung im Jahre 1878 befindet sich das Unternehmen durchgehend in Familienhand. Mit Jürgen und Hugo Fiege übernahm 1981 die fünfte Generation der Familie die Leitung der Brauerei. Die Mitgliedschaft in der Initiative der freien Brauer unterstreicht die Absicht, diese Tradition fortzuführen.

 

Slow Brewing zertifiziert

Den Prozess des Slow Brewing gibt es seit 2011. Dabei wird besonderer Wert auf hochwertige, natürliche und unbehandelte Rohstoffe sowie auf Sorgfalt und Achtsamkeit bei den einzelnen Schritten der Bierherstellung gelegt. Das Brauen des Bieres erfolgt dabei besonders schonend und langsam. Daraus leitet sich der Name des Verfahrens ab.

Um den reinen, natürlichen Geschmack des Bieres nicht zu verfälschen, wird auf die Verdünnung nach dem Reifeprozess verzichtet. Wer sich am Geschmack und der Würze dieses Bieres erfreut, sei jedoch gewarnt. Beim Slow Brewing entstehen Fuselalkohole. Der Genuss des einen oder anderen Glases zu viel, kann in der Folge zu einem ordentlichen Kater führen. Zu einem maßvollen Genuss wird vor diesem Hintergrund geraten. Voraussetzung für die Verleihung des Gütesiegels Slow Brewing ist die Verwendung nachhaltiger Rohstoffe sowie ein Prozess der Bierproduktion, der nach den Grundsätzen der Nachhaltigkeit ausgeführt wird.

Bemerkenswert ist, dass die Zertifizierung Slow Brewing auch den Umgang des Unternehmens mit seinen Mitarbeitern berücksichtigt. Neben der Produktqualität ist das Gütesiegel damit auch Ausdruck des sozialen Verhaltens des Siegel-Inhabers sowie der Kultur im zertifizierten Unternehmen. Mit sehr engmaschigen Qualitätsprüfungen, im Monats- längstens jedoch Quartalsrhythmus, wird eine hohe Qualitätskonstanz sichergestellt.

Über 25 Brauereien in Europa, hauptsächlich Deutschland, Österreich, Italien, Schweiz, besitzen die Zertifizierung für das Slow Brewing. Die Privatbrauerei Moritz Fiege ist eine davon.

 

Mitglied im Verband freier Brauer

Der Verband freier Brauer ist ein Zusammenschluss von 44 mittelständischen Privatbrauereien in Deutschland, Luxemburg und Österreich, die sich seit Generationen in Familienbesitz befinden und unabhängig von Konzernen sind. Ziel des Verbandes ist es, die Biervielfalt und Braukultur zu erhalten. Die Mitglieder arbeiten seit 1969 in der Deutschen Brau-Kooperation zusammen. Die Initiative “Die freien Brauer” konstituierte sich mit Manifestation ihrer Werte und Ziele im Jahre 2005.

Der Verband freier Brauer vertritt sieben Grundwerte.

Große Freiheit” bezeichnet Eigenständigkeit und einen langfristig orientierten, verantwortungsvollen Unternehmensstil. “Persönliche Verantwortung” richtet sich auf das verantwortliche Handeln gegenüber der Region und allen Menschen. “Einzigartige Vielfalt” steht für eine überwältigende Sortenvielfalt. Daneben sind “Höchste Qualität“, “Saubere Umwelt“, “Echte Tradition“, von Generation zu Generation, sowie “Gelebte Heimatverbundenheit“, das Bekenntnis zu Herkunft und den eigenen Wurzeln, Grundsätze des Verbandes freier Brauer. Die Initiative hat sich die Stärkung der Position mittelständischer Unternehmen, insbesondere mittelständischer Braubetriebe, zum Ziel gesetzt.

 

Sponsor des VfL Bochum

“Der VfL Bochum setzt seine langjährige und erfolgreiche Partnerschaft mit der Familienbrauerei Moritz Fiege auch in den kommenden fünf Jahren fort. Das Bochumer Familienunternehmen bleibt damit bis 2026 offizieller Premium Partner des VfL.” So ist es auf der Homepage des VfL Bochum zu lesen. Damit wird eine traditionsreiche Partnerschaft fortgesetzt. Bereits seit über zwanzig Jahren ist die Familienbrauerei Fiege Partner und Sponsor des VfL Bochum. Sowohl das Unternehmen als auch der Sportverein sind eng mit der Stadt Bochum verbunden.

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